Empowering Youth – Selbstorganisation für junge (post)migrantische Menschen in Ostdeutschland

Samstag, 11.09.2021 | 10:00-17:30 Uhr | Haus der Stadtmission

Wie gelingt eine nachhaltige und gut strukturierte Selbstorganisierung? Wann ist eine Vereinsgründung sinnvoll und wie funktioniert das überhaupt?

Um kreative Ideen und Projekte gemeinsam umzusetzen, neue Räume für die eigene Community zu schaffen oder politische Kämpfe mit vereinten Kräften zu führen, ist es wichtig, sich zu vernetzen und zu organisieren. Die Arbeit in Gruppen, die als lockere Zusammenschlüsse begonnen haben, kann schnell herausfordernd und unübersichtlich werden. Sobald Finanzen ins Spiel kommen, wird es bürokratisch (leider ist es meistens nicht so einfach wie beim Ideenfonds von JUGENDSTIL*)  und es geht um Projektanträge, Kontoführung, Buchhaltung und vielleicht auch Vereinsgründung und Gemeinnützigkeit.

Aber wann ist es überhaupt sinnvoll, einen Verein zu gründen? Welche Voraussetzungen braucht ihr dafür und was solltet ihr beachten?

In diesem Workshop werden wir die wichtigsten Fragen rund um die Themen Selbstorganisierung als junge, migrantisierte Menschen in Ostdeutschland und rechtliche Basics der Vereinsgründung bearbeiten.

Wenn ihr bestimmte Bereiche fokussieren wollt oder spezielle Fragen habt, dann schreibt sie uns gerne – das Konzept für den Workshop ist noch nicht fertig und kann gerne an eure Bedürfnisse angepasst werden!

Wer: Der Workshop richtet sich an Personen zwischen 14 und 27 Jahren mit internationaler Geschichte (eigene oder familiäre Migrations- oder Fluchtgeschichte bzw. Selbstbezeichnung als BIPoC, Schwarze Deutsche, Sintizze und Romnja, jüdisch, muslimisch), die in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg oder Thüringen leben.

Wann: Samstag, 11. September 2021 | 10:00 – 17:30 Uhr

Wo: Haus der Stadtmission | Demmeringstraße 18 | 04177 Leipzig

Material: bitte einen eigenen Laptop oder Tablet mitbringen

Kosten: keine, Fahrtkosten werden erstattet, Catering inlusive (Getränke, Mittagessen, Obst/Snacks)

Veranstaltende: JUGENDSTIL* – Projekt

Fragen zum Workshop beantwortet gern Bianca: bianca@jugendstil-projekt.de

Referentin

Hannah (25) hat als gebürtige Berlinerin einen mittelgradigen Kulturschock erlebt, als sie vor 5 Jahren zum Studieren nach Magdeburg zog. Sowohl die offen gelebte faschistische Gesinnung vieler Menschen als auch die politische und institutionelle Dominanz rechter Strukturen waren ein Katalysator für ihre politische Politisierung.

Deshalb begann sie, sich weiterzubilden und zu organisieren – sowohl im Vereinskontext als auch in anderen selbstorganisierten Gruppen. Darin lernt sie immer wieder unterschiedliche Kommunikations-, Arbeits- und Gruppendynamiken kennen.  

Als Vorstandsmitglied vom MediNetz Magdeburg e.V. erlangt sie einen Einblick in bürokratische Verfahren. Im Verein platz*machen ist sie seit kurz nach dessen Gründung aktiv.

Was ihr Hoffnung gibt ist die politisierte und revolutionäre Jugend, die frischen Wind in festgefahrene Strukturen bringt. Deshalb findet sie es wichtig, junge Menschen mit kreativen Köpfen und neuen Ideen für politische und selbstorganisierte Arbeit zu motivieren, sie zu empowern und auf ihrem Weg zu unterstützen.

Themen: queer-feministische und linksradikale Schwarze Perspektiven, Panakfrikanismus, gewaltfreie Kommunikation